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war der Beruf des Apothekers ein Handwerk, welches nach
den strengen Regeln einer Zunftordnung ausgeübt wurde.
So mag es verwundern, dass Eisenbarth auf seinen Flug-
blättern immer wieder auf die wunderbare Kraft seiner
Arzneien hinweist. Dazu ist zu sagen, dass er nach
operativen Eingriffen die Wunden des Patienten ver-
sorgen muss. Es handelt sich dabei um eine äußere
Anwendung. Erfolgreich verwendet er eine selbst herge-
stellte Wundsalbe und ein Pflaster, deren Zusammen-
setzung und Wirkung von behördlich- medizinischer Seite
aus abgesegnet sein mussten. Das Gleiche gilt, wenn er
nach Augenverletzungen und Starstichen seinen Augen-
stein und das so wirkungsvolle Augenwasser verordnet
und anwendet. Schon in einem seiner ersten Privilegien,
dem von Sachsen-Gotha-Anhalt, heißt es im ärztlichen
Prüfbericht von 1693 "Haupt und fluß Pulver in die
Stahr zu ziehen, gar dienlich und guter composition
befunden" ( Nach Hieke S.123) Auch bietet Eisenbarth
einen Lebensbalsam an, das Loth für einen halben Tha-
ler. Dieses Universalmittel dient "der Stärkung des Ge-
< 1703 < Anfang

