Page 252 - PowerPoint-Präsentation
P. 252

Bremer            Bürgers             und        Kaufmanns,                 den        Eisenbarth                in

              Gegenwart eines Mitglieds des Medizinalkollegiums an

              einem          Blasenstein                 operiert             hat,         22       Tage        nach         dem
              Eingriff verstorben ist. Dennoch wird dem Chirurgen in

              diesem           Falle         keine          Fahrlässigkeit                    vorgeworfen.                 Auch

              andere Ärzte sind vor solchen Fehlschägen nicht ge-
              feit. So vermeldet denn auch die letzte Eintragung am

              16. Oktober: "hat der Landarzt                                        und Operator in meiner

              gegenwart einem fremden Schiffer von Minden mit nahmen
              Gustman 74 Jahr alt, so 5 jahr blind gewesen den Staar

              von        beyden           augen          weggenommen                 in      hiesiger             Schmidts

              Johan Harden behausung."" (Pies, S.218 und 219)


              Neben den Erfolgsmeldungen in großer Zahl, die uns von
              den Heilkünsten des Doktor Eisenbarth                                                vorliegen, sind

              nur wenige Eingriffe mit tödlichem Ausgang bekannt.

              Eisenbarth musste bei seinen Eingriffen stets Sorgfalt

              walten lassen, wohnten doch seinen Operationen meist
              Konsiliarärzte,                      Stadtphysiker                   und       zünftige             Kollegen

              bei. Todesfälle hätten auch seinen Ruf geschmälert.



                                                                    < 1714                                                  < Anfang
   247   248   249   250   251   252   253   254   255   256   257