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Bremer Bürgers und Kaufmanns, den Eisenbarth in
Gegenwart eines Mitglieds des Medizinalkollegiums an
einem Blasenstein operiert hat, 22 Tage nach dem
Eingriff verstorben ist. Dennoch wird dem Chirurgen in
diesem Falle keine Fahrlässigkeit vorgeworfen. Auch
andere Ärzte sind vor solchen Fehlschägen nicht ge-
feit. So vermeldet denn auch die letzte Eintragung am
16. Oktober: "hat der Landarzt und Operator in meiner
gegenwart einem fremden Schiffer von Minden mit nahmen
Gustman 74 Jahr alt, so 5 jahr blind gewesen den Staar
von beyden augen weggenommen in hiesiger Schmidts
Johan Harden behausung."" (Pies, S.218 und 219)
Neben den Erfolgsmeldungen in großer Zahl, die uns von
den Heilkünsten des Doktor Eisenbarth vorliegen, sind
nur wenige Eingriffe mit tödlichem Ausgang bekannt.
Eisenbarth musste bei seinen Eingriffen stets Sorgfalt
walten lassen, wohnten doch seinen Operationen meist
Konsiliarärzte, Stadtphysiker und zünftige Kollegen
bei. Todesfälle hätten auch seinen Ruf geschmälert.
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