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Sie sind im Gasthof 'Zum schwarzen Bären' untergebracht

             und verrichten dort ihre Arbeit am kranken Menschen.

             Doch dem Vater geht es nicht gut. Nachdem er zwei Jahre

             zuvor einen Schlaganfall erlitten hatte, wird er jetzt
             auch noch von schmerzhafter Gicht gepeinigt. Er merkt

             dass seine Schaffenskraft nachgelassen hat. Auch privat

             hat er Sorgen, spürt er doch, dass seine zweite Frau,

             eine Kollegenwitwe es nicht so gut mit ihm meint. Der
             Kranke ruft den Advokaten Johann Christoph Buße sowie

             fünf weitere Zeugen zu sich und macht am 1. September

             1727 sein Testament, zehn Wochen vor seinem Tod durch
             einen           weiteren              Schlaganfall.                    In       diesem           elfseitigen

             Schreiben vermacht er seinen Besitz den Kindern und En-

             kelkindern.                 "In       dem       Nahmen          der       Heyligen             Hochgelobten
             Dreyfaltigkeit ..." verteilt er seine Habe so, wie es

             ihm angemessen und gerecht erscheint. Selbst seine Frau

             Anna Rosina Albrecht "... obwohl dieselbe, insonderheit
             bey        meiner            großen           schwachheit,                   da       ich        vom        Schlag

             gerühret,               mir        wenig          Gutheit            erwiesen              ..."         vermacht

             Eisenbarth aus "Christlicher Liebe" 300 Reichsthaler.



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